top of page
Search

SDGs - Die 17 Sustainable Development Goals der UN praxisnah erklärt

Updated: Jan 23, 2023



SDGs, Sustainable Development Goals, die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, Agenda 2030 - es gibt viele Begriffe für die Ziele, auf die sich die Vereinten Nationen im Juli 2015 geeinigt haben. Erreicht werden sollen sie bis zum Jahr 2030 und zwar in internationaler Gemeinschaft. Das bedeutet, dass alle Mitgliedstaaten sich bereit erklärt haben, bei der Umsetzung der Agenda 2030 national und international zu unterstützen.


Seitdem finden sich die bunten Quadrate auf den Webseiten vieler Unternehmen, gemeinnütziger Organisationen und anderen Akteur*innen. Doch wofür stehen die Ziele überhaupt, warum gibt es sie, und - vielleicht am wichtigsten - wie kann ich in meinem Unternehmen dazu beitragen, dass die Ziele erreicht werden?


Inhalt dieses Artikels


Der Ursprung der SDGs

Die Sustainable Development Goals sind weit mehr als die 17 Ziele in bunten Quadraten, die Du auf Webseiten von Unternehmen, Vereinen oder der Regierung finden kannst. Festgelegt wurden sie im Jahr 2015, mit dem Ziel, sie bis 2030 umzusetzen. Doch die Erreichung bis zum Jahr 2030 kann nur gelingen, wenn alle Länder, deren Institutionen, die Gesellschaft und die Politik an einem Strang ziehen. Doch warum gibt es diese Ziele überhaupt, wer hat sich darauf geeinigt und was ist die Idee dahinter?


Am 25. September 2015 wurden die “Ziele für nachhaltige Entwicklung” (so lautet die deutsche Übersetzung von “Sustainable Development Goals”) beschlossen. Mit am Tisch saßen mehr als 150 Staats und Regierungschef*innen, Ministerinnen und Minister - so viele wie bisher noch bei keiner UN-Versammlung. Die Versammlung fand in New York statt und war Teil eines drei Tage langen Treffens, in dem es darum ging, möglichst konkrete und messbare Ziele zu erarbeiten, die dazu beitragen, dass die weltweite soziale Gerechtigkeit steigt, und die Erde ein für Menschen bewohnbarer Ort bleibt.


Die Sustainable Development Goals - eine neue Idee?

Nicht wirklich - auch vor 2015 wurden die teils immensen sozialen Ungleichheiten erkannt, und auch dem Klimawandel war man sich bewusst. Daher gibt es einen Vorgänger der Sustainable Development Goals: die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs). Diese wurden Anfang 2000 vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan vorgestellt und sollten bis 2015 umgesetzt werden.


Konkret handelt es sich um diese acht übergeordneten Ziele:

  1. Beseitigung der extremen Armut und des Hungers

  2. Verwirklichung der allgemeinen Primarschulbildung

  3. Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Ermächtigung der Frau

  4. Senkung der Kindersterblichkeit

  5. Verbesserung der Gesundheit von Müttern

  6. Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen Krankheiten

  7. Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit

  8. Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft

Das Resumée zur Umsetzung der Ziele fiel gemischt aus. Auch wenn 15 Jahre nach Einführung der Ziele einige Länder die Zahl der in Armut lebenden Menschen halbieren konnten, hat in anderen Regionen kaum Veränderung stattgefunden. Dennoch haben die Ziele vor allem im Bereich der Entwicklungsarbeit Vorschub geleistet und die Weichen für die erfolgreiche Umsetzung der Sustainable Development Goals gesetzt. Den abschließenden Bericht der UN zu den Millennium-Development-Goals kannst Du hier lesen.

Ein Learning aus der Umsetzung der MDGs ist auch, dass globale Zusammenarbeit notwendig ist, um den Status Quo zu verbessern. “Nur globales Handeln kann gewährleisten, dass die neue Entwicklungsagenda niemanden zurücklässt” (Millenniums-Entwicklungsziele, Bericht 2015, S.9) - so heißt es im Entwicklungsbericht. Direkt daraus entstanden ist SDG 17: “Partnerschaften zur Erreichung der Ziele", in dem festgelegt wird, dass alle Länder in die Prozesse und Entscheidungen mit einbezogen werden und nicht nur die entwickelten Regionen.


Durch die Millennium-Development Goals wurde klar, dass Bedarf zum Handeln besteht, die bisher gesteckten Ziele teilweise nicht konkret genug waren und alle Länder mit einbezogen werden müssen. Auf dieser Basis hat sich die Staatengemeinschaft 2015 erneut getroffen und in einem dreitägigen Prozess das Dokument “Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung” erstellt und sich diesem verpflichtet. Hier sind die 17 Ziele, sowie die 169 Teilziele festgelegt.

Im Vergleich zu den Millennium-Development Goals sind diese deutlich detaillierter und mit klaren und nachvollziehbaren Zielsetzungen versehen. Das sorgt dafür, dass die Erreichung, oder Nicht-Erreichung, leichter zu evaluieren ist. Außerdem werden sie auch für nicht politische Akteur*innen greifbarer.

Ziel ist es, die Welt sozial gerechter zu machen, Armut zu beenden und die Erde in einem für Menschen und Tiere belebbarem Zustand zu halten. Mit Hilfe der gemeinsam festgelegten Ziele soll dies bis zum Jahr 2030 gelingen.


Die SDGs und Dein Unternehmen

Auch wenn die Nachhaltigkeitsziele in erster Linie von Politiker*innen entworfen und festgelegt wurden, bilden Sie auch für Unternehmen eine gute Handlungs-Orientierung ab. Denn die Lage, in der wir uns als Gesellschaft befinden, wird von allen beeinflusst. Auch wenn die Politik die Rahmenbedingungen in der Wirtschaft beeinflusst, haben Unternehmen einen großen Einfluss auf Entscheidungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Klima und die Menschen.

Sich an den Sustainable Development Goals zu orientieren, wann immer Du eine Unternehmerische Entscheidung triffst, ist eine Möglichkeit, einen Teil dazu beizutragen, dass diese erreicht werden. Eine andere ist, bei Gründungsvorhaben direkt die Ziele im Blick zu haben. Welche Herausforderungen kann ich mit meiner Gründungsidee bewältigen? Welchen Einfluss hat meine Idee auf die Umwelt und die Menschen? Kann ich mit dem Start-up vielleicht sogar Armut verringern, soziale Gerechtigkeit fördern oder die Meere schützen?

Wie Du für Dein Unternehmen herausfinden kannst, zu welchem Sustainable Development Goal du wirklich aktiv beitragen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Folgend stellen wir Dir alle 17 Sustainable Development Goals vor, wir beantworten die Fragen, warum es sie gibt und wofür sie stehen. Im Anschluss findest Du Ideen dazu, wie Dein Unternehmen zur Erreichung des jeweiligen Ziels beitragen kann. Zu diesem Punkt ein Hinweis, die Rubrik “Was Unternehmen tun können” ist eine allgemeine Ideensammlung und dient als Inspiration. Es gibt noch weitaus mehr Möglichkeiten zur Erreichung der Ziele beizutragen. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen Unternehmen, die sich konkret mit der Erreichung eines Ziels beschäftigen - zum Beispiel eine Organisation, die Sprachkurse für Menschen mit Fluchterfahrung anbietet - oder Unternehmen, die bereits bestehen und ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, das nicht direkt mit einem SDG verknüpft ist. Ein Beispiel hierfür wäre ein Friseursalon, dessen unternehmerisches Ziel es nicht ist, zur Erreichung der SDGs beizutragen. Hier werden unsere Hinweise spannend, denn diese richten sich erstmal an alle Unternehmen, unabhängig von der Nähe des Produktes oder der Dienstleistung zu den SDGs.


Der Aufbau der Sustainable Development Goals - ein Überblick

Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben sich auf 17 Sustainable Development Goals geeinigt, die dabei helfen sollen, soziale Ungleichheiten zu beenden, die Natur und alle Lebewesen zu schützen und die Erde weiterhin bewohnbar zu halten.

Meist kennen wir nur die kurze Überschrift der Ziele “Armut bekämpfen” oder “Gleichstellung von Männern und Frauen”. Doch die Ziele sind weitaus komplexer und vielschichtiger und bringen bei genauer Betrachtung jede Menge Möglichkeiten mit, sich an der Erreichung zu beteiligen.


Die 17 Sustainable Development Goals sind in verschiedene Targets unterteilt. Insgesamt sind es 169 Targets, die dazu beitragen, die Ziele greifbarer und verständlicher zu machen. Es handelt sich sozusagen um Teilziele. Diese werden wiederum in Indikatoren unterteilt. Die Indikatoren zeigen an, was das Zwischenziel genau bedeutet. Hört sich erst einmal Komplex an, daher folgt ein Beispiel:


SDG 1: Keine Armut

Target 1.1: “By 2023, eradicate extreme poverty for all people everywhere, currently measured as people living on less than $1.25 a day.”

Indicator 1.1.1: “Proportion of the population living below the international poverty line by sex, age, employment status and geographical location (urban/rural).”


Das UN Nachhaltigkeitsziel “Keine Armut” wird aufgeteilt in verschiedene Teilziele. Eines dieser Teilziele ist es, bis 2030 extreme Armut auszulöschen. Menschen leben in extremer Armut, wenn sie weniger als $1.25 pro Tag zur Verfügung haben. Der Indikator spezifiziert noch einmal genauer: der Anteil der Bevölkerung, die unter der internationalen Armutsgrenze liegt, bzgl. ihres Geschlechts, ihres Alters, ihres Arbeitsverhältnisses und ihrer geografischen Lage.


Oft schauen sich Unternehmen nur die 17 übergeordneten Ziele an und fragen sich, was diese bedeuten und wie sie Veränderung in den Bereichen anstoßen können. Hier hilft es, sich die Unterziele und die Indikatoren der jeweiligen Ziele anzuschauen. Diese sind viel detaillierter und zeichnen ein besseres Bild von dem, was Unternehmen tun können, um aktiv zu werden.


Vorgestellt: Alle 17 SDGs erklärt - Wofür steht jedes Ziel und wie kann dein Unternehmen zu seiner Erreichung beitragen?



SDG 1: “Armut in jeder Form und überall beenden”

Das erste Sustainable Development Goal hat das Ziel, extreme Armut bis 2030 auszulöschen. Dies muss auf verschiedenen Ebenen geschehen - soziale Sicherheit, dauerhafte Arbeitsverhältnisse und politische Stabilität gehören dazu.

weiterlesen ...

Lösungsansätze sind die Schaffung langfristiger und stabiler Arbeitsverhältnisse, eine angemessene Vergütung entlang der Lieferketten und die soziale Absicherung aller Menschen. Außerdem spielen auch der Zugang zu hochwertiger Bildung und zur Gesundheitsversorgung eine Rolle.


Armut findet sich auf der ganzen Welt in verschiedenen Ausprägungen und lässt sich nicht immer eindeutig messen. Von absoluter Armut wird gesprochen, wenn Menschen ihre Grundbedürfnisse aus materiellen Gründen nicht befriedigen können (Aktion Deutschland Hilft, 01.11.2022). In Deutschland ist vor allem die relative Armut eine Herausforderung. Diese bezieht sich auf soziale Ungleichheit und bedeutet, dass das Einkommen eines Menschen niedriger als das durchschnittliche Einkommen des Landes ist (Aktion Deutschland Hilft, 01.11.2022).

  • Armutsbekämpfung durch langfristige und stabile Arbeitsverhältnisse

  • Angemessene Vergütung entlang der Lieferketten

  • soziale Absicherung der Mitarbeitenden

  • Zugang zu ökonomischen Ressourcen, Land, natürlichen Ressourcen, Finanzdienstleistungen und Technologien für alle

  • Zugang zu hochwertiger Bildung

  • Stabile politische Verhältnisse


Was Unternehmen tun können:

Unternehmen können entweder lokal oder international zur Erreichung dieses Zieles beitragen. Vor Ort gibt es die Möglichkeit, bevorzugt Menschen einzustellen, die in relativer Armut leben, oder Förder- und Bildungsprogramme zu unterstützen. Außerdem sind auch Themen wie eine faire Bezahlung und Sozial- und Gesundheitsleistungen relevant. Bei der Kooperation mit Organisationen, in deren Ländern es weniger strenge Gesetze bzgl. Entlohnung, Sozialleistungen und Arbeitsstätte gibt, kannst Du mit Deinem Unternehmen direkt Einfluss auf die Aktivitäten des*der Kooperationspartner*in nehmen. Zum einen kann die eigene Verhandlungsposition genutzt werden um positive Veränderung zu fordern, zum anderen kannst Du Dich auch direkt dazu entscheiden nur mit Partner*innen zusammenzuarbeiten, die fair Entlohnen, unter Menschenwürdigen Bedingungen produzieren und Sozialleistungen für Mitarbeitende anbieten. Insbesondere bei produzierenden Firmen sollte darauf geachtet werden, dass Mitarbeitende entlang der gesamten Lieferkette gerecht entlohnt werden.

Es gibt allerdings auch niederschwellige Möglichkeiten zur Erreichung des Ziels beizutragen. Beispielsweise durch eigene Konsumentscheidungen - welche Möbel werden für das Büro gekauft, welche Programme werden genutzt, welcher Kaffee wird in der Küche zubereitet - und haben die Menschen, die all diese Dinge produziert haben, einen fairen Lohn erhalten?

  • Einstellung von Menschen die von Armut betroffen sind

  • Unterstützung von Förder- und Bildungsprogrammen

  • Sicherstellung einer angemessenen Entlohnung entlang der Lieferketten

  • Sorgsame Auswahl der Produkte, die selbst im Unternehmen genutzt werden

Weitere Informationen zu SDG 1 findest Du hier. Wie Deutschland zur Bekämpfung von Armut beitragen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 2: “Ernährung weltweit sichern”

Das zweite Sustainable Development Goal hat das Ziel, die Ernährung für alle Menschen bis 2030 zu sichern. Das bedeutet, dass Menschen weltweit Zugang zu sicheren und nahrhaften Lebensmittel bekommen sollen.

weiterlesen ...

Hierzu soll die ökologische Landwirtschaft ausgebaut und Bildungsarbeit zu ausgewogener Ernährung gefördert werden. Außerdem geht die genetische Vielfalt verloren. In der konventionellen Landwirtschaft werden viele Alte Sorten nicht mehr angebaut, da sie nicht widerstandsfähig genug sind - auch hier soll Abhilfe geschaffen und der Erhalt der genetischen Vielfalt bewahrt werden.


Dieses Ziel ist eng verknüpft mit dem ersten Sustainable Development Goal “Armut in jeder Form und überall beenden” und ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Ziele gemeinsam betrachtet werden müssen. Finanzielle Möglichkeiten sorgen auch dafür, dass Menschen Zugang zu ausreichend und ausgewogenen Lebensmitteln haben.

  • Zugang zu sicheren, nahrhaften und genügend Lebensmitteln für alle

  • Erhöhung der ökologischen landwirtschaftlichen Aktivitäten

  • Bewahrung der genetischen Vielfalt

  • Förderung von ausgewogener Ernährung

  • Verhinderung von Handelsbeschränkungen


Was Unternehmen tun können:

Eine Möglichkeit im Kleinen zur Erreichung des Ziels beizutragen, ist das eigene Verhalten im Unternehmen. Die Entscheidung zu biologisch angebauten Lebensmitteln ist nicht nur Vorteilhaft für die eigene Ernährung, sondern stärkt auch die produzierenden Menschen. Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung ist ebenfalls ein Thema, welches von Unternehmen umgesetzt werden kann. Gemeinsames Kochen in der Mittagspause oder der Weg zum FairTeiler, um noch genießbare Lebensmittel an andere Menschen weiterzugeben, sind nur zwei Möglichkeiten. Außerdem gibt es viele tolle Organisationen, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen, oder kostenfrei Essen an Menschen verteilen, wie die Tafel Deutschland e.V..


Firmen, die in der Lebensmittelindustrie arbeiten, haben weitreichende Möglichkeiten sich für die weltweite Ernährungssicherung einzusetzen. Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, Kooperationen mit Vereinen, faire Entlohnung, Initiation von Bildungsprogrammen und sorgfältige Auswahl von Partner*innen sind nur einige Hebel.

  • Kooperation und Förderung mit Vereinen die sich dem Thema widmen

  • Keine Lebensmittelverschwendung

  • Hinterfragen und Anpassen der eigenen Konsumentscheidungen

  • Initiation von Bildungsprogrammen

Weitere Informationen zu SDG 2 findest Du hier. Was Deutschland zur weltweiten Ernährungssicherung beitragen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 3: “Gesundheit und Wohlergehen”

Das dritte Sustainable Development Goal verfolgt das Ziel, weltweit Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Menschen gesund leben können. Neben einer stabilen und umfassenden Gesundheitsversorgung bedeutet das auch, dass Menschen Zugang zu sauberem Wasser und ausreichend Nahrung haben.

weiterlesen ...

Dieses Ziel steht also nicht alleine, sondern ist u.a. mit SDG 2 und 6 verknüpft.

Ziel ist zum Beispiel, endemische Krankheiten wie AIDS oder Tuberkulose zu beenden, Zivilisationskrankheiten zu bekämpfen und Impfstoffe für alle Menschen verfügbar zu machen. Darüber hinaus stehen auch die Bekämpfung von übermäßigem Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch auf der Agenda. Unser direktes Umfeld spielt allerdings auch eine Rolle, wenn es um die Gesundheit geht - daher soll beispielsweise die Feinstaubbelastung in der Luft gesenkt und die Verkehrssysteme sicherer gestaltet werden.

  • Umfassende Gesundheitsversorgung für alle

  • Prävention von Zivilisationskrankheiten

  • Bekämpfung von Pandemien und Epidemien

  • Senkung der Kindersterblichkeitsrate

  • Zugang zu sicheren Verhütungsmitteln

  • Förderung sicherer Verkehrssysteme und Senkung der Feinstaubbelastung

  • Zugang zu sicheren Lebensmitteln


Was Unternehmen tun können

Unternehmen können grundsätzlich durch ein gutes Gesundheitsmanagement in der eigenen Organisation zur Erreichung dieses Zieles beitragen. Sportkurse, gesunde Lebensmittel im Büro oder Zuschüsse für ein Fitnessstudio sind einige Möglichkeiten. Außerdem spielt auch die Kultur im Unternehmen eine Rolle - kranke Mitarbeitende gehören ins Bett, nicht an den Schreibtisch. Auf einer höheren Ebene spielt auch die Wahl der Verkehrsmittel oder der Kooperationspartner*innen eine Rolle. Wie verhalten sich Partnerinnen und Partner ihren Mitarbeitenden gegenüber? Die finanzielle Unterstützung von Organisationen, die sich in anderen Ländern für die Erreichung von Gesundheit und Wohlergehen einsetzen, ist ebenfalls eine Möglichkeit.

Für Unternehmen, die in medizinischen und pharmazeutischen Bereichen tätig sind, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten sich zu engagieren. Das Aussetzen von Patenten, kostenfreie Angebote oder technische Lösungen, die Open Source verfügbar sind, sind nur einige davon.

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement

  • Vermeidung einer “krank im Büro - Kultur”

  • Finanzielle Unterstützung von oder Partnerschaft mit Organisationen in dem Bereich

  • Kostenfreie Menstruationsprodukte

  • Aussetzen von Patenten

  • Technische Lösungen Open Source anbieten

  • Kostenfreie und niederschwellige Gesundheitsangebote

Weitere Informationen zu SDG 3 findest Du hier. Wie Deutschland sich für Gesundheit und Wohlergehen für alle einsetzen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 4: “Hochwertige Bildung weltweit”

Dieses Ziel soll sicherstellen, dass Menschen weltweit Zugang zu hochwertiger Bildung erhalten. Diese soll zudem chancengerecht und inklusiv sein. Das bedeutet, dass Menschen unabhängig von dem Umfeld, in dem sie geboren wurden, der Lebensweise, für die sie sich entschieden haben, und den körperlichen Möglichkeiten, die sie haben, Zugang zu Bildung haben sollen.

weiterlesen ...

International gibt es hier große Unterschiede. Während in Deutschland eine Schulpflicht besteht, dürfen Mädchen* in vielen anderen Ländern immer noch nicht zur Schule gehen. Auch die Qualität des Unterrichts ist je nach Region sehr unterschiedlich, sodass global gesehen große Unterschiede entstehen.

  • Kostenloser Zugang zu schulischer Bildung

  • Ende von geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Bildung in dem Zugang zu Bildung

  • Gender sensitive, gewaltfreie und effektive Lehr Institutionen

  • Förderung der Ausbildung von Lehrkräften, insbesondere in Entwicklungsländern

  • Ende des Analphabetismus


Was Unternehmen tun können

Neben regelmäßigen Weiterbildungsangeboten für Mitarbeitende gibt es auch kreative Möglichkeiten, den Wissensaustausch im Unternehmen zu fördern. Beispielsweise durch regelmäßige Treffen, in denen Mitarbeitende Inputs zu einem bestimmten Thema geben. Der Zugang zu Bildung in Deutschland kann durch die Zusammenarbeit mit Organisationen gefördert werden, die beispielsweise Sprachkurse für Menschen mit Flüchtlingserfahrung anbieten, oder sich für die Barrierefreiheit von Schulen einsetzen. Im internationalen Kontext können Hilfsprojekte unterstützt werden. Hier empfiehlt es sich, vorher gut zu recherchieren, welche Projekte man unterstützen möchte und wie diese in dem jeweiligen Land wirken.

  • Förderung von Projekten in Entwicklungsländern (vorsicht, hier muss gut gewählt werden)

  • Förderung von Sprachkursen für Menschen mit Fluchterfahrung

  • Weiterbildungen für Mitarbeitende

Weitere Informationen zu SDG 4 findest Du hier. Wie Deutschland dazu beitragen möchte, Bildung für alle zu ermöglichen und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.


SDG 5: “Gleichstellung von Frauen und Männern”

Dieses Sustainable Development Goal hat das Ziel, die Gleichstellung von Frauen und Männern, sowohl rechtlich als auch tatsächlich, zu erreichen. Das betrifft zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens wie Lohngerechtigkeit, der tägliche Umgang miteinander, und die Sprache, die verwendet wird.

weiterlesen ...

Ziel ist unter anderem das Ende der Diskriminierung von und der Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen weltweit. Dazu zählt beispielsweise auch, selbst über den eigenen Körper entscheiden zu dürfen und Zugang zu Verhütungsmitteln zu haben. Ein Blick über Deutschland und Europa hinweg zeigt deutlich, dass viele Mädchen und Frauen stark diskriminiert werden und in vielen Regionen der Erde nicht selbst über sich und ihr Leben entscheiden dürfen, erschwerten oder keinen Zugang zu Bildung haben und zu Kinder- und Zwangsheiraten gezwungen werden.


Dieses Ziel betrifft nicht nur Frauen und Männer, sondern alle Geschlechter, mit denen sich Menschen identifizieren können. Sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Raum sind viele nicht-cis-männliche Menschen von Gewalt und Diskriminierung betroffen, unabhängig davon, in welchem Land sie leben.

  • Ende der Diskriminierung von Frauen* und Mädchen weltweit

  • Lohngerechtigkeit

  • Ende jeglicher Form von Gewalt gegenüber Frauen* und Mädchen weltweit

  • Gleichberechtigung

  • Zugang zu Verhütungsmitteln und Selbstbestimmungsrecht

  • Ende von Kinderheirat, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung

  • Zugang zu Bildung für alle


Was Unternehmen tun können

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein allgegenwärtiges Thema, mit dem sich Organisationen auch unabhängig von den Sustainable Development Goals beschäftigen sollten. Durch eine transparente Lohnpolitik, die Anerkennung von Care-Arbeit, sowie gleichberechtigte und organisatorisch anerkannte Elternzeit auch für Väter, kann hierzu beigetragen werden. Außerdem können Workshops und Seminare zur Vermeidung von sexueller Belästigung oder Diskriminierung sinnvoll sein. Anonymisierte Bewerbungsverfahren können dabei helfen, Diskriminierung im Bewerbungsprozess zu minimieren.

  • Transparente Lohnpolitik im Unternehmen

  • Einführung von Quoten

  • Mitarbeitendenschulungen zum Thema sexuelle Belästigung

  • Schaffen von Räumen, in denen Frauen* Vergehen melden können

  • Anonyme Bewerbungsverfahren

  • Reflektieren der eigenen Handlungsweisen

  • Konsultation von marginalisierten Gruppen sowie gezielte Rekrutierung von in der Organisation unterrepräsentierten Gruppen

Weitere Informationen zu SDG 5 findest Du hier. Wie Deutschland zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 6: “Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen”

Sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil, um ein Leben in Würde zu führen. Das Sustainable Development Goal 6 hat das Ziel, dies für alle Menschen verfügbar zu machen. Weltweit trinken rund 2,1 Milliarden Menschen verunreinigtes Wasser (Bundesregierung.de; 11.11.2022).

weiterlesen ...

Das hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen. Damit ist dieses Ziel eng mit anderen Sustainable Development Goals verknüpft.

Erreicht werden soll es unter anderem durch die Förderung von internationalen Kooperationen in diesem Bereich, den Verzicht von Chemikalien in Industrie und bei der Lebensmittelproduktion und grundsätzlich durch die Verbesserung der Wasserqualität in den kritischen Regionen. Durch cleveres Wassermanagement und den Schutz von Wasserökosystemen soll außerdem Wasserknappheit vorgebeugt werden.

  • Verfügbarkeit von (Trink-)Wasser für alle

  • Verzicht von Chemikalien in Industrie und bei der Lebensmittelproduktion und Verbesserung der Wasserqualität

  • Förderung der internationalen Kooperationen in dem Bereich

  • Sanitärversorgung und Hygiene für alle


Was Unternehmen tun können

In Deutschland verfügen wir i.d.R. über sauberes Trinkwasser aus der Leitung und hygienische Sanitäranlagen. Für Unternehmen, die nicht auf nationaler oder internationaler Ebene in diesem Bereich arbeiten, gibt es die Möglichkeit, Organisationen zu unterstützen, die sich für sauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern einsetzen. Neben dieser passiven Hilfe können eigene Konsumentscheidungen hinterfragt werden. Wird zum Beispiel Wasser in Flaschen im Büro zur Verfügung gestellt, lohnt es sich, die Aktivitäten der Produzierenden zu hinterfragen und herauszufinden, wie diese mit den Ressourcen in der Quellregion umgehen und evtl. den Menschen vor Ort das Wasser wegnehmen.

  • Projekte vor Ort unterstützen

  • eigene Konsumentscheidungen hinterfragen

Weitere Informationen zu SDG 6 findest Du hier. Wie Deutschland dazu beitragen will, sauberes Wasser und Sanitäranlagen für alle verfügbar zu machen und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 7: “Bezahlbare und saubere Energie”

Ziel des Sustainable Development Goal 7 ist es, dass saubere Energie der Standard wird, und diese für alle Menschen bezahlbar und verfügbar ist. Grüne Energie ist ein wichtiger Bestandteil des Umwelt- und Klimaschutzes und eine Voraussetzung für die Wirtschaft und die soziale Entwicklung.

weiterlesen ...

Dazu gehört der Ausbau erneuerbarer Energien, genauso wie die faire Verteilung und der generelle Abbau der Menge an Energie, die benötigt wird.

Konkret bedeutet das, Energie aus Primärstoffen wie Kohle und Erdöl schnellstmöglich abzuschaffen. Denn diese Primärstoffe sind zum einen endlich und zum anderen in ihrer Verarbeitung umweltschädlich und dem Klimawandel zuträglich (Bundesregierung.de; 18.11.2022). Auch wenn Individuen auf ihren persönlichen Energieverbrauch und die Art der Energie achten können, ist es an der Politik und an den Energiekonzernen attraktive Möglichkeiten und Regularien zu schaffen, die dazu führen, dass die Energiewende zügig und auf der ganzen Welt umgesetzt werden kann.

  • Zugang zu sauberer, bezahlbarer und sicherer Energie für alle

  • Steigerung der Energieeffizienz

  • Förderung internationaler Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Bereitstellung, Technologie und Energie-Infrastruktur

  • Schaffen von politischen Rahmenbedingungen und Monitoring


Was Unternehmen tun können

Ein großer Teil der Veränderung, die nötig ist, um dieses Ziel zu erreichen, liegt bei der Politik und der Verständigung der Länder untereinander. Dennoch können auch Unternehmen, die nicht im Energiesektor aktiv sind, sich einsetzen. Im Büro kann Energie gespart werden, außerdem kann ein Ökostromtarif gewählt werden. Hier ist Vorsicht geboten - auch auf dem Ökostrommarkt gibt es jede Menge Greenwashing. Daher empfiehlt es sich, lokale Energieproduzierende wie zum Beispiel Energiegenossenschaften zu unterstützen. Diese produzieren und verkaufen erneuerbaren Strom direkt aus der eigenen Region. Außerdem können Unternehmen klar Stellung beziehen, Mitarbeitende zu Themen wie Energiearmut oder Ökostrom informieren oder an Demonstrationen teilnehmen.

  • Auf Ökostrom umsteigen (Vorsicht vor Greenwashing)

  • Energieverbrauch reduzieren

  • Lokale Energieproduzierende vor Ort unterstützen

  • Solaranlagen auf eigene Dächer bauen

  • Mitarbeitende informieren

Weitere Informationen zu SDG 7 findest Du hier. Wie Deutschland sich für saubere und bezahlbare Energie einsetzen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 8: “Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum”

Das Sustainable Development Goal 8 hat das Ziel, dass alle Menschen am wirtschaftlichen Wohlstand teilhaben. Das umfasst menschenwürdige Arbeitsbedingungen in allen Sektoren und ein nachhaltiges und stetes Wirtschaftswachstum.

weiterlesen ...

So können wiederum neue Arbeitsplätze geschaffen und Arbeitslosenraten gesenkt werden.

In Deutschland gibt es weitreichende Regularien und Gesetze, die sicherstellen sollen, dass die Arbeitsbedingungen menschenwürdig sind. Doch auch wir sind betroffen von Ländern, in denen dies nicht der Fall ist. Beispielsweise wenn wir Textilien kaufen, die in Niedriglohnländern produziert wurden, oder Lebensmittel konsumieren, die unter problematischen Bedingungen erzeugt wurden.

  • Nachhaltiges, inklusives und Dauerhaftes Wirtschaftswachstum

  • Menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle

  • Lohngerechtigkeit

  • Senkung von (Jugend-) Arbeitslosigkeit


Was Unternehmen tun können

Unternehmen und Organisationen können auf zwei Ebenen zur Erreichung dieses Ziels beitragen. Zum einen können Anpassungen im eigenen Unternehmen vorgenommen werden. Barrierefreie Arbeitsplätze und transparente Lohnpolitik sind Möglichkeiten für Fairness am eigenen Arbeitsplatz zu sorgen. Beim Blick über Deutschland hinaus lohnt es sich zu hinterfragen, unter welchen Bedingungen Partner*innen im Ausland arbeiten und mit welchen Organisationen man zusammenarbeiten möchte. Darüber hinaus hilft es den Menschen vor Ort, wenn möglichst viele Teile der Wertschöpfung im Herkunftsland stattfinden. So können Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und erhalten bleiben und die Wirtschaftskraft bleibt im Ursprungsland.

  • Schaffung barrierefreier Arbeitsplätze

  • Lohngerechtigkeit und Lohntransparenz

  • Möglichst viele Produktionsschritte im Herkunftsland und unter fairen Bedingungen

Weitere Informationen zu SDG 8 findest Du hier. Wie Deutschland sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und nachhaltiges Wirtschaftswachstum einsetzen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 9: “Industrie, Innovation und Infrastruktur”

Sustainable Development Goal 9 ist ein essentielles Ziel, um eine Reihe anderer Ziele zu erreichen, denn zur Lösung einiger Herausforderungen sind eine funktionierende und nachhaltige Infrastruktur sowie clevere Innovationen und eine funktionierende Industrie notwendig.

weiterlesen ...

Durch den Einbezug von Themen wie Klimaschutz, Menschenwürde und Ressourcenschonung in die Planung von Städten und Industrien können einige Nachhaltigkeitsziele erreicht werden. Diese Punkte sollen ganzheitlich weiter gedacht und durch geschickte Innovationen in den jeweiligen Bereichen ergänzt werden.


Konkret bedeutet das unter anderem den Aufbau einer hochwertigen und verlässlichen Infrastruktur, sowohl in den einzelnen Ländern der Erde, als auch international. Eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts, insbesondere in Entwicklungsländern. Und das Einführen und Nutzen von sauberen und umweltverträglichen Technologien.

  • Aufbau einer belastbaren Infrastruktur

  • Förderung nachhaltiger und inklusiver Industrialisierung

  • Ausbau neuer Technologien

  • Ausbau und Förderung kleiner und mittelständiger Unternehmen insbesondere in Entwicklungsländern


Was Unternehmen tun können

Auf das Ziel, die Infrastruktur auszubauen und Innovationen in diesem Bereich voranzutreiben, haben vor allem große Akteur*innen und die Politik Einfluss. Es kann schwer durch individuelle Handlungen im Unternehmen unterstützt werden. Dennoch können auch bestehende Organisationen, die im industriellen Sektor unterwegs sind, innovative Weiterentwicklungs-Ideen haben und so zur Erreichung des Ziels beitragen. Eine Möglichkeit für Unternehmen, die mit Partner*innenorganisationen in Entwicklungsländern zusammenarbeiten, ist die Unterstützung derer - wenn gewünscht.

  • Unterstützung von Partner*organisationen in Entwicklungsländern

  • Insbesondere Akteur*innen in dem Sektor: Innovationen und Wissensweitergabe

Weitere Informationen zu SDG 9 findest Du hier. Wie Deutschland hier beitragen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 10: “Weniger Ungleichheiten”

Das Sustainable Development Goal 10 hat das Ziel, die Ungleichheiten innerhalb und zwischen Staaten zu verringern. Dieses Ziel ist sehr komplex und soll auf einigen Ebenen umgesetzt werden.

weiterlesen ...

Zum einen bezieht es sich auf Einkommen und Vermögen, welche weltweit sehr ungleich verteilt sind. Hier geht es vor allem darum, die schwächsten 40% der Menschen zu stärken. Außerdem findet Ungleichheit auch im Bereich der Bildung und der Chancenverteilung statt. Nicht alle Menschen haben Zugang zu Bildung und weltweit haben Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Ethnie, sexueller Orientierung oder anderen Faktoren nicht die gleichen Chancen wie andere Menschen. Darüber hinaus haben nicht alle Zugang zu gesundheitlicher Versorgung, geschweige denn zu bezahlbarer oder kostenfreier medizinischer Unterstützung. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, alle Menschen mit einzubeziehen und partizipative und kollektive Lösungen zu finden, damit es zu einer realen Chancengleichheit kommt. Die Entkopplung von Alter, Geschlecht, Behinderung, Ethnizität, Religion, Herkunft, wirtschaftlichem Status und ähnlichen Faktoren von dem Menschen an sich, ist zwingend notwendig, um eine Welt zu schaffen, in der es Voraussetzungen für die Gleichbehandlung aller Menschen gibt.


Um dies zu erreichen, sind beispielsweise das Monitoring und die Regulation von Finanzmärkten, Bildungsarbeit, fairer und freier Handel, die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit sowie internationale Zusammenarbeit notwendig.

  • Verringerung von Ungleichheiten innerhalb und zwischen Staaten

  • Soziale, ökonomische und politische Inklusion von allen Menschen, unabhängig von Alter, Behinderung, Herkunft, Ethnie, Religion, ökonomischen Status und anderem

  • Regulation und Monitoring von Finanzmärkten

  • Abbau von Ungleichheiten u.a. in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Finanzen,...

  • Abbau von Diskriminierung

  • Stärkung der Rechtsstaatlichkeit

  • Einbezug aller Menschen

  • Soziale Sicherungssysteme

  • Gerechte Verteilungspolitik


Was Unternehmen tun können

Wie bei einigen anderen Zielen auch haben Unternehmen hier die Möglichkeit, eigene Verhaltensweisen und Verfahren zur Entscheidungsfindung zu hinterfragen. Transparente Lohnpolitik, anonymisierte Bewerbungsverfahren und barrierefreie Arbeitsplätze sind unmittelbare Umsetzungen dieses Sustainable Development Goals. Auf einer größeren Ebene können Weiterbildungen und Workshops besucht werden. Dies kann helfen, eine inklusive Unternehmenskultur zu schaffen. Außerdem können Unternehmen, die sich nicht direkt in diesem Bereich befinden, Organisationen unterstützen, die sich für die Verminderung von Ungleichheiten einsetzen.

  • Eigene Verhaltensweisen und Entscheidungen hinterfragen

  • Transparente Lohnpolitik

  • Barrierefreie Arbeitsplätze

  • Anonymisierte Bewerbungsverfahren

  • Unterstützung von Organisationen die in dem Bereich aktiv sind

Weitere Informationen zu SDG 10 findest Du hier. Wie Deutschland sich für weniger Ungleichheit einsetzen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 11: “Nachhaltige Städte und Gemeinden”

Städte sind beliebter denn je - aktuell lebt jeder zweite Mensch städtisch. Das Sustainable Development Goal 11 hat das Ziel, Städte und auch Gemeinden nachhaltiger zu gestalten. Der eben angesprochene Zuzug in die Städte bietet Chancen, aber auch eine Reihe an Herausforderungen.

weiterlesen ...

Hohe Mietkosten und große Stromverbräuche sind nur zwei davon. Menschen lassen ländliche Regionen oft aufgrund mangelhafter Infrastruktur oder geringen Jobchancen hinter sich.

Die stetig wachsenden Städte haben einen großen Einfluss auf die Lebensqualität vor Ort sowie auf den Klimaschutz. Bis zu 75 Prozent der weltweit erzeugten Energie (17.11.2022, Bundesregierung.de) wird aktuell in Städten verbraucht. Damit die Städte der Zukunft ressourcenschonend und emissionsarm sind und zugleich inklusiv und bezahlbar für die Bevölkerung, hat sich die internationale Staatengemeinschaft zusätzlich zu diesem Sustainable Development Goal auf die “Neue Urbane Agenda” (2016) geeinigt.

Auch wenn ein Neudenken von Städten notwendig ist, sollen auch ländliche Strukturen so angepasst werden, dass Menschen weiterhin dort leben wollen und die Gemeinden vor Ort gestärkt werden.


Ziel ist es, Städte und Siedlungen inklusiv, sicher und nachhaltig zu gestalten. Negative Einflüsse auf die Umwelt sollen minimiert werden. Außerdem sollen Kultur- und Naturerbe erhalten bleiben und Wohnraum für alle zur Verfügung stehen.

  • Städte und Siedlungen inklusiv, sicher und nachhaltig machen

  • Ausbau emissionsarmer und vernetzter Verkehrssysteme

  • Sicherer und bezahlbarer Wohnraum für alle Menschen

  • Erhalt des Kultur- und Naturerbes der Welt

  • Zugang zu sicheren, inklusiven und erreichbaren grünen Freiflächen für alle Menschen

Was Unternehmen tun können

Unternehmen und Organisationen gestalten die Regionen, in denen sie ansässig sind, mit. Daher gibt es vor allem vor Ort tolle Möglichkeiten, sich in die Stadtgestaltung einzubringen. Durch Bürger*innenbeteiligungen, können Menschen vor Ort selbst mitbestimmen, wie die Stadt aussehen und gestaltet werden soll. Darüber hinaus können Bäume gepflanzt, öffentliche Verkehrsmittel genutzt oder barrierefreie Freizeitmöglichkeiten gefördert werden. Insbesondere in der eigenen Region sind einige Menschen überrascht, wie viele Mitbestimmungsmöglichkeiten es gibt, wenn man sich engagiert.

  • Aktive Partizipation in der Region

  • Aktionen um die Region barrierefreier und grüner zu machen

  • Car-Sharing für Mitarbeitende

  • Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln

Weitere Informationen zu SDG 11 findest Du hier. Wie Deutschland zu nachhaltigen Städten und Gemeinden beitragen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 12: “Nachhaltig produzieren und konsumieren”

Nach wie vor basiert ein Großteil unseres Lebens auf der Nutzung von endlichen Ressourcen und viele Konsumgüter entstehen unter menschenunwürdigen Bedingungen. Daher ist es notwendig, nachhaltig zu produzieren und zu konsumieren - das Ziel des Sustainable Development Goal 12.

weiterlesen ...

Aktuell wird im Regelfall linearwirtschaftlich produziert - das bedeutet, dass Ressourcen genutzt werden und das entstandene Produkt dann entsorgt wird. Die verwendete Ressource geht also verloren. Die Idee der Kreislaufwirtschaft ist es, einmal verwendete Ressourcen so oft wie irgend möglich wieder zu verwenden. Dies ist einer der Ansätze, dieses Ziel zu erreichen. Darüber hinaus helfen Regeln zum Umgang mit eben diesen begrenzten Ressourcen, um sicherzustellen, dass wir weiterhin auf der Erde leben können.

Die momentane Situation ist ein Zusammenspiel aus politischen Entscheidungen, die Rahmenbedingungen für Unternehmen vorgeben, den Entscheidungen, die die Unternehmen bei der Produktion von Gütern treffen und den Konsumentscheidungen, die die Bevölkerung trifft. Daher ist ein weiterer Lösungsansatz, Aufklärungsarbeit zu nachhaltigen Konsumentscheidungen durchzuführen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Konsumierende mitentscheiden.

  • Konsum und Produktionstechniken ändern

  • Regeln zum Umgang mit begrenzten Ressourcen

  • Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

  • Förderung der Kreislaufwirtschaft

  • Wechsel zu nachwachsenden Rohstoffen

  • Bildungsarbeit


Was Unternehmen tun können:

Insbesondere produzierende Unternehmen können zu diesem Sustainable Development Goal beitragen. Vor allem dadurch, Pfand- und Recyclingsysteme einzuführen und auf lineares Wirtschaften zu verzichten. Zugegeben, einmal in das lineare System eingestiegen, braucht es Durchhaltevermögen und vielleicht auch Überzeugungskraft, um zu ressourcenschonenden Modellen zu wechseln - aber es lohnt sich. Denn nur wenn wir aufhören, insbesondere endliche Ressourcen, nur ein einziges Mal zu verwenden, können wir die Erde auf lange Sicht weiter bevölkern. Unternehmen sind der Dreh- und Angelpunkt dieses Sustainable Development Goals, da sie sowohl Einfluss auf die Produktion, als auch auf den Konsum von Gütern haben. Es lohnt sich, sich zu fragen, mit welchen Ressourcenverbrauch Produkte hergestellt werden, und welcher Verbrauch dann nötig ist, um sie wieder zu entsorgen. Wenn alle Akteur*innen entlang der Lieferkette zusammenarbeiten, um Produkte nachhaltiger zu gestalten, kann eine große Veränderung stattfinden.

  • Wechsel zu Kreislaufwirtschaft

  • Einführen von Pfandsystemen

  • Ressourcenverbrauch der Produkte ermitteln

  • Verantwortungsbewusste Partner*innen suchen

  • Wertschöpfungsstufen nach Ressourcenverbrauch analysieren und anpassen

Weitere Informationen zu SDG 12 findest Du hier. Wie Deutschland zur Erreichung beitragen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 13: “Klimaschutz weltweit umsetzen”

Das Sustainable Development Goal 13 fordert umgehende Maßnahmen, um das Klima zu schützen und die Erderwärmung zu stoppen. Die Klimakrise ist mittlerweile global deutlich spürbar. Extreme Wetterereignisse nehmen zu, die Temperatur steigt an, es kommt zu Ernteausfällen, Dürreperioden und Waldbränden.

weiterlesen ...

All das hat Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen, aber auch wirtschaftliche Folgen. Durch den Klimawandel und die Zerstörung der Natur durch den Menschen kommt es außerdem zum Artensterben und zur Bedrohung vieler Tier- und Pflanzenarten. Um das Überleben auf der Erde zu sichern, ist es daher essentiell, den Klimawandel zu stoppen.

Maßnahmen zur Umsetzung sind zum Beispiel die Integration von Monitoring Programmen und Klimazielen in nationale und internationale Gesetzgebung und Entscheidungsfindung, die Mobilisierung von $100 Milliarden jährlich, die dazu genutzt werden, das Klima zu schützen, Bildungsarbeit sowohl auf individueller, als auch institutioneller Ebene und Resilienzstärkung im Bezug auf Extremwetterereignisse.

  • Senkung der Toten und Verletzten durch Extremwetterereignisse

  • Integration von Klimaschutzzielen in nationale und internationale Gesetzgebung und Strategien

  • Ausarbeitung von Katastrophenplänen

  • Bereitstellung von $100 Milliarden jährlich, die dazu verwendet werden, das Klima zu schützen

  • Bildungsarbeit auf individueller und institutioneller Ebene

  • Gemeinsame weltweite Anstrengung, das Klima zu schützen

  • Ausbau erneuerbarer Energien

  • Stopp der Nutzung fossiler Energieerzeugnisse


Was Unternehmen tun können:

Auf individueller Ebene können Unternehmen eine ganze Reihe an Dingen tun, um das Klima zu schützen und zur Erreichung dieses Ziels beizutragen. Die Wahl von regionalen Lebensmittel, fair und nachhaltig produzierten Büromöbeln, und einem Ökostromtarif sind gute Möglichkeiten den eigenen CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten. Bei jeder Entscheidung, die getroffen wird, sollte auch die Auswirkung auf das Klima mit einbezogen werden - können die Produkte auch ressourcenschonender hergestellt oder gekauft werden? Ist es notwendig, eine kurze Dienstreise mit dem Flugzeug anzutreten und welche*n Stromanbieter*in nutzten wir?

Einen großen Hebel auf das Klima haben hier aber vor allem die Politik und Großkonzerne. Politische Entscheidungen können Rahmenbedingungen schaffen, die dafür sorgen, dass das Klima geschützt werden muss. Sie hat die Möglichkeit, Anreizsysteme zu implementieren und aufzuzeigen, dass Klimaschutz Priorität haben sollte. Nichts desto trotz haben auch Entscheidungen im Kleinen und ein Bewusstseinswandel in der Gesellschaft einen Einfluss darauf, um wie viel Grad die Erderwärmung noch ansteigt. Als Unternehmer*in kannst Du Dich fragen: Welche unserer Handlungen haben den größten negativen Einfluss auf das Klima - wie können wir diese klimapositiver gestalten? Welche unserer Handlungen haben den positivsten Einfluss auf das Klima - wie können wir diese noch verstärken?

  • Klimafreundliche Konsumentscheidungen treffen

    • Regional Einkaufen

    • Ökostromtarif

    • Auf Flugreisen verzichten

    • Strom sparen

    • Müll vermeiden

  • Unternehmen unterstützen, die das Klima schützen

  • Partner*innen auswählen, die die eigene Philosophie teilen

  • Handlungen, die sich schon positiv auf das Klima auswirken, verstärken

  • Mitarbeitende schulen

  • Eine Photovoltaik-Anlage installieren (lassen)

Weitere Informationen zu SDG 13 findest Du hier. Wie Deutschland das Klima schützen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 14: “Leben unter Wasser schützen”

Wasser ist eine der Lebensgrundlagen - deswegen muss es dringend geschützt werden. Das Sustainable Development Goal 14 hat das Ziel, die Gefährdung der Meere zu stoppen. Es dauert mehrere Hundert bis Tausende Jahre bit Plastik vollkommen zersetzt ist (WWF.de, 18.11.2022), dennoch gelangen jährlich rund 4,8-12,7 Millionen Tonnen Plastik ins Meer (WWF.de, 18.11.2022).

weiterlesen ...

Dies führt nicht nur zu kilometer großen Plastikinseln in den Meeren, sondern auch zu Pflanzen- und Tiersterben. Darüber hinaus werden die Meere durch Überfischung und den Klimawandel beeinflusst und geschädigt. Die Weltmeere sind ein essentieller Bestandteil der Klimaregulierung und der Bedingungen, die notwendig sind, damit Menschen, Tiere und Pflanzen auf der Erde leben können.

Um die Meere zu schützen und bei der Regeneration zu unterstützen, sollen alle Arten der Meeresverschmutzung und die Nährstoffbelastung vermieden werden. Mit Hilfe von Regularien soll Überfischung Einhalt geboten werden. Durch Forschung und neue Technologien soll das Meer geschützt werden, während Menschen weiterhin von der Fischerei und anderen Tätigkeiten in diesem Bereich leben können. Auch hier ist eine übergreifende, gemeinsame Anstrengung notwendig.

  • Vermeidung aller Arten von Meeresverschmutzung

  • Versauerung der Ozeane reduzieren

  • Wirksame Regulierung von Fangtätigkeiten, Vermeidung von Überfischung

  • Nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen

  • Forschung und Entwicklung von neuen Technologien

  • Internationale Zusammenarbeit


Was Unternehmen tun können

Ein großer Faktor bei der Verschmutzung der Meere ist Plastikmüll. Oftmals handelt es sich um Verpackungsmaterial oder Ähnliches. Vor allem produzierende Unternehmen können ihren Plastikkonsum deutlich verringern, indem alternative Materialien gewählt werden, die recyclebar sind. Darüber hinaus können Unternehmen Rückgabestellen für Plastikartikel einrichten, sodass das Plastik nicht im Meer landet. Dies ist allerdings nur eine kurzfristige Möglichkeit, denn auf lange Sicht sollte Plastik komplett vermieden werden. Gleiches gilt für die Verwendung von Mikroplastik in Lebensmitteln, Kosmetika, oder anderen Produkten. Unternehmen, die in diesen Bereichen tätig sind, können sich außerdem mit Aufklärungskampagnen an die Bevölkerung wenden und dazu beitragen, den Plastikkonsum zu reduzieren.

  • Verzicht auf Plastik in Produktion und Produkten

  • Minderung des Plastikkonsums

  • Entwicklung alternativer Materialien

  • Hinterfragen des eigenen Konsums, bspw. Fisch

  • Aufklärungskampagnen

  • Unterstützung von anderen Organisationen in dem Bereich

Weitere Informationen zu SDG 14 findest Du hier. Wie Deutschland die Meere schützen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 15: “Leben an Land”

Nicht nur die Ozeane haben einen großen Einfluss auf das Leben auf der Erde, auch das Land - also Berge, Wälder, Seen, Wiesen, usw. - spielt eine Rolle. Der Klimawandel macht auch hier nicht Halt und sorgt für die Beeinträchtigung von Ökosystemen.

weiterlesen ...

Die Verhaltensweisen von Menschen zerstören die Natur auf dem Land. Täglich werden große Flächen von Wäldern abgeholzt, Straßen gebaut, und Stoffe in der Natur entsorgt, die sie zerstören. Das Sustainable Development Goal 15 hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Natur und das Leben auf dem Land zu erhalten und zu schützen.

Um dies zu erreichen ist ein ganzheitlicher Ansatz notwendig, denn dieses Ziel ist eng verknüpft mit anderen Nachhaltigkeitszielen, wie zum Beispiel dem Ziel der Ernährungssicherung (SDG 2), der nachhaltigen Stadtentwicklung (SDG 11) oder der Bekämpfung des Klimawandels (SDG 13). Das bedeutet, zu verstehen, welche Begebenheiten sich in welcher Form auf das Leben an Land auswirken und dann angepasste Entscheidungen zu treffen. Dies soll unterstützt werden durch innovative Technologien und Methoden. Außerdem sollen politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Biodiversität zu erhalten. Illegales Handeln mit Wildtier-Produkten soll ebenso bekämpft werden wie der illegale Holzeinschlag. Außerdem ist auch hier die Bewusstseinsschaffung in der Gesellschaft wichtig.

  • Renaturierung von Flüssen und Auen

  • Bewahrung der Artenvielfalt

  • Vermeidung von illegalem Wildtierhandel

  • Vermeidung von illegalem Holzeinschlag

  • Umfängliches Verständnis von Biodiversitätsveränderungen

  • Internationale Zusammenarbeit zum Erhalt der Biodiversität

  • Schaffung von politischen Rahmenbedingungen

  • Schutz von Ökosystemen

  • Entwicklung und Forschung von Technologien, die zum Erhalt der Biodiversität beitragen


Was Unternehmen tun können

Viele Unternehmen nehmen direkt oder indirekt Einfluss auf dieses Sustainable Development Goal. Beispielsweise für die Lebensmittelindustrie, aber auch für andere Industrien werden Wälder abgeholzt, Flächen versiegelt und Lebensraum zerstört. Die Unterstützung von Aufforstungsprogrammen und die Entscheidung, zukünftig andere Rohstoffe zu verwenden, können viel Leben an Land schützen. Viele Organisationen wie der BUND setzen sich aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt ein und freuen sich über personelle und finanzielle Unterstützung.

  • Ressourcenschonendes Produzieren

  • Vermeidung von Abholzung

  • Unterstützung biologischer Landwirtschaft

  • Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen und Umweltverschmutzung

Weitere Informationen zu SDG 15 findest Du hier. Wie Deutschland das Leben an Land und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest, findest Du hier.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Das Sustainable Development Goal 16 hat das Ziel, transparente und rechtsstaatliche Institutionen auf der ganzen Welt zu schaffen. Das bedeutet unter anderem das Ende von Korruption, sowie illegalem Waffenhandel. Außerdem sollen Institutionen dazu verpflichtet werden, Rechenschaft abzulegen, transparent zu handeln und im Sinne der Gemeinschaft zu agieren.

weiterlesen ...

Darüber hinaus sollen alle Menschen Zugang zur Justiz haben. Kriegen und Kriminalität soll vorgebeugt werden, sodass Menschen sich sicher fühlen und friedliche und inklusive Gesellschaften entstehen.

  • Schaffung zugänglicher und sicherer Rechtssysteme weltweit

  • Verringerung von Kriminalität

  • Transparente und rechenschaftspflichtige Institutionen

  • Ende von Korruption

  • Ende von illegalem Waffenhandel


Was Unternehmen tun können

Unternehmen, die ausschließlich in Deutschland agieren, befinden sich in einem sicheren, rechtlich geschützten und friedlichen Umfeld. Umso wichtiger ist es daher, die Ressourcen und die Stimme der Organisationen für diejenigen zu nutzen, die nicht von Frieden und vertrauenswürdigen staatlichen Apparaten umgeben sind. Dies kann beispielsweise in Form von Aktionen passieren, bei denen auf Missstände aufmerksam gemacht wird. Darüber hinaus können Unternehmen andere Organisationen unterstützen, die sich für demokratische Bestrebungen u.ä. in anderen Ländern einsetzen.

  • Unterstützung von Organisationen, die sich für Frieden und Rechtsstaatlichkeit in anderen Ländern einsetzen

  • Transparenz im eigenen Unternehmen, bspw. in Bezug auf Korruption u.ä.

  • Nutzen der eigenen Stimme um auf Missstände in anderen Ländern aufmerksam zu machen und dort zu unterstützen

  • Sorgsame Wahl der Partner*innen

Weitere Informationen zu SDG 16 findest Du hier. Wie Deutschland zu Frieden und transparenten Institutionen beitragen möchte und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

SDG 17: “Partnerschaften zur Erreichung der Ziele”

Das Sustainable Development Goal 17 hat die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zum Ziel. Die 17 Nachhaltigkeitsziele können nur dann erreicht werden, wenn sich alle Menschen, Staaten, Institutionen und Organisationen dafür verantwortlich fühlen, unsere Erde zu schützen, den Lebensraum zu erhalten und ein würdevolles Leben für alle sicherzustellen.

weiterlesen ...

Das bedeutet auch, dass gemeinschaftlich Verantwortung übernommen, alle gehört und niemand zurückgelassen wird. Globale Partnerschaften werden durch vier Prinzipien definiert:

  • “Alle Staaten müssen handeln

  • Gemeinsame Verantwortung bedeutet - alle sind für das globale Gemeinwohl entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit verantwortlich

  • Transparenz der Umsetzung und geistiger Erfahrungsaustausch

  • Multi-Akteurs-Ansatz: Alle sind Teil des Teams - Staaten, Zivilgesellschaft, Unternehmen und Wirtschaft” (Bundesregierung.de; 18.11.2022)

Konkret bedeutet das, insbesondere die weniger entwickelten Länder mit einzubeziehen, deren finanzielle Situation zu stärken und Wissen und Technologien zu teilen. Abgesehen davon eine stärkere politische Zusammenarbeit und die intensive Nutzung von Partnerschaften. Solche Kooperationen finden schon jetzt statt, wenn sich beispielsweise Gruppen aus Regierungen, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft bilden, um über Krankheiten aufzuklären und Bildung für alle Menschen verfügbar zu machen.


Was Unternehmen tun können:

Unternehmen können entstehende Partnerschaften unterstützen oder selbst Partnerschaften initiieren und sich engagieren. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen, beispielsweise durch finanzielle oder niederschwellige Wissensweitergabe geschehen. Bei der Zusammenarbeit mit Firmen anderer Länder, insbesondere in weniger entwickelten Ländern, können Partnerschaften auf Augenhöhe und auf Basis der 17 Nachhaltigkeitsziele geschehen.

  • Teil nationaler oder internationaler Partnerschaften werden

  • Finanziell unterstützen

  • Wissen weitergeben

  • Die eigene Stimme nutzen und Aufmerksam machen


Weitere Informationen zu SDG 17 findest Du hier. Wie Deutschland die internationale Zusammenarbeit zur Erreichung der Ziele stärken will und Informationen der Bundesregierung zu diesem Sustainable Development Goal findest Du hier.

For more info see: https://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/ The content of this publication has not been approved by the United Nations and does not reflect the views of the United Nations or its officials or Member States.

Quellen:

Aktion Deutschland Hilft, Armut: Was ist das eigentlich? Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/fachthemen/armut/armut-was-ist-das-eigentlich/

BUND.de, Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.bund.net/spenden-und-unterstuetzen/mitglied-werden/mitgliedschaft-im-bund/?gclid=Cj0KCQiA99ybBhD9ARIsALvZavXc62VG68nNflSpUvzOykhHyyPfncTLHtf6X7D9HVZ8nDu30f8OzAwaAtQrEALw_wcB

Demokratiewebstatt.at, Wie die Nachhaltigkeitsziele entstanden sind. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-sustainable-development-goals/wie-die-nachhaltigkeitsziele-entstanden-sind

Die Bundesregierung, Agenda 2030 - die 17 Ziele. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/dieglorreichen-17

Die Bundesregierung, Ausreichend Wasser in bester Qualität. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/sichere-wasserversorgung-313276

Die Bundesregierung, Bezahlbare und saubere Energie. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/bezahlbare-und-saubere-energie-1581908

Die Bundesregierung, Nachhaltige Städte und Gemeinden. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/nachhaltige-staedte-gemeinden-1006538

Die Bundesregierung, Globale Partnerschaft. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/globale-partnerschaften-1140096

Die Tafel e.V. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.tafel.de/

DNR Deutscher Naturschutzring, Primär- und Sekundärstoffe. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.dnr.de/themen/glossar/primaer-und-sekundaerrohstoffe

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. Millenniums-Entwicklungsziele. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://nachhaltig-entwickeln.dgvn.de/agenda-2030/ziele-fuer-nachhaltige-entwicklung/milleniumsentwicklungsziele

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://nachhaltig-entwickeln.dgvn.de/agenda-2030/ziele-fuer-nachhaltige-entwicklung

European Commission, Urban Agenda for the EU. Letzter Zugriff: 14.12.202 https://futurium.ec.europa.eu/en/urban-agenda

EWNT.de, Die 17 Ziele vor Augen: Die SDGs als Kern der Agenda 2030. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.ewnt.de/index.php/agenda-2030/was-ist-die-agenda-2030/die-ziele


Foodsharing.de, letzter Zugriff: 14.12.2022 https://foodsharing.de/karte Gruenewirtschaft.at (2021) #Zukunftsfähig Wirtschaften: von der Linearwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.gruenewirtschaft.at/2021/06/11/kreislaufwirtschaft/

KLIMA ARENA Der Klima Erlebnis Ort, Was ist das 1,5-Grad-Ziel? Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://klima-arena.de/die-klima-arena/klimaneutral/15-grad-ziel/

Utopia.de (2021) Deutsche Umwelthilfe: Greenwashing und Ökostrom. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://utopia.de/news/deutsche-umwelthilfe-greenwashing-bei-oekostrom/

Vereinte Nationen, The 17 Goals. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://sdgs.un.org/goals

Vereinte Nationen, Communications Material https://www.un.org/sustainabledevelopment/news/communications-material/


Vereinte Nationen (2015) Resolution der Generalversammlung, verabschiedet am 25. September 2015. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.un.org/depts/german/gv-70/band1/ar70001.pdf

Vereinte Nationen (2015) Millenniums-Entwicklungsziele Bericht 2015 letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.un.org/depts/german/millennium/MDG%20Report%202015%20German.pdf

WWF.de (2022), Das kann kein Meer mehr schlucken: unsere Ozeane versinken im Plastikmüll. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell

WWF.de, WWF-Klimarechner. Letzter Zugriff: 14.12.2022 https://www.wwf.de/themen-projekte/klima-energie/wwf-klimarechner



 
 
 

Comments


bottom of page